Glaukom aktuell

Patientenveranstaltung Glaukom

Wir laden alle Interessierten zu unserer nächsten Veranstaltung während der Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD) 2020 ein!
Sie findet am Dienstag, dem 24. März 2020
von 10 bis 12 Uhr
im CCD Congress Center Düsseldorf Stockumer Kirchstrasse 61, Raum 27 statt.

Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr über U 78 – Haltestellte Messe Ost/ Stockumer Kirchstrasse, dann Buslinie 722 bis CCD Süd
Parkmöglichkeit am Rhein oder im CCD-Parkhaus (beides gebührenpflichtig)
Eingang Süd, Einlass ab 9 Uhr 45 !

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Programm

Begrüßung
Dr.Dr.Ronald D. Gerste, Washington

Glaukom – ist es nur der Augendruck ?
Prof. Dr. Lutz E. Pillunat, Dresden

Wie vermeide ich das rote Auge beim Tropfen ?
Prof. Dr. Anselm Jünemann, München

Aktuelle Glaukomchirurgie: MIGS und Kanaloplastik
Priv.Doz.Dr.Verena Prokosch-Willing, Mainz

Filtrierende Kanaloplastik – eine neue Operationsmethode: erste Erfahrungen.
Dr. Sarah Liebezeit, Mainz

Jenseits von Medikamenten und OPs: Was kann ich sonst noch tun ?
Dr. Christian Karl Brinkmann, Neubrandenburg

Aktuelles aus der Patientenselbsthilfe
Nicole Stege, Syke

Druckmessen daheim
Dr.Dr.Ronald D. Gerste, Washington

Fragen, Diskussion


Präsentationen der Informationsveranstaltung in Berlin zum Download

Die Veranstaltung für Patienten und Interessierte am 26. September in Berlin hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Die Teilnehmerzahl hat – wieder einmal – das große Interesse am Glaukom belegt; einer Erkrankung, die im öffentlichen Bewusstsein bei weitem nicht so verankert ist wie z.B. Krebs, Diabetes, Alzheimer. Für alle, die nicht dabei sein konnten, hier die von Prof. Dr. Lutz Pillunat, Dr. Karin Pillunat und Dr. Ronald D. Gerste gehaltenen Vorträge zum Herunterladen.


Aktuell vom Kongress der Schweizer Ophthalmologischen Gesellschaft (SOG)

Glaukom: Churchills No Sports ! ist nicht ganz richtig – aber auch nicht ganz falsch

Soll man als Glaukompatient Sport  treiben ? Es kommt auf die Sportart und die Intensität, mit der diese betrieben wird an, betonte Dr. Stephan Estermann von der Augenpraxis Schauspielhaus in Zürich auf dem Kongress der SOG in Interlaken. Wenig zu sagen ist gegen eine gleichmäßige, moderate physische Aktivität wie Jogging oder Wandern oder Schwimmen, alles in Maßen betrieben. Anders ist es, wenn bestimmte Positionswechsel eingenommen werden. Veränderungen in Körper- und Kopfhaltung nämlich können den Intraokulardruck (IOD) beträchtlich beeinflussen, vor allem flache Lagerung und Kopf-nach-unten-Positionierungen können zu einem Druckanstieg führen. Solche Schwankungen sind buchstäblich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: IOD-Fluktuationen sind als ein unabhängiger Risikofaktor für die Glaukomprogression identifiziert worden.

Der Übergang von einer sitzenden zu einer liegenden Position kann kurzfristig zu IOD-Anstiegen um 3 bis 5 mm Hg führen, die Einnahme eines Kopfstandes gar eine Erhöhung um 16 bis 18 mm Hg. Damit wird deutlich, welche Freizeitbeschäftigung nicht so gut ist: Yoga und zwar jene Übungen, bei denen der Kopf nach Unten weist wie Sirsasana, der Handstand, und der nach unten zeigende Hund. Bei diesen Übungen hat sich in einer (passenderweise aus Indien stammenden) Studie der IOD bei Teilnehmern gegenüber dem Ausgangswert verdoppelt. Verantwortlich für den Druckanstieg dürfte eine Erhöhung des episkleralen Venendrucks und/oder eine Zunahme des Volumens der Aderhaut sein. Dieser Mechanismus liegt auch den IOD-Anstiegen beim Gewichtheben zugrunde – ebenfalls eine Sportart, auf die Glaukompatienten verzichten sollten. Für fast alle anderen gilt das Wort des New Yorker Glaukomspezialisten Robert Rich: Wenn es gut für Dein Herz ist, ist es gut für Glaukom. Wenn es gut für Dein Gehirn ist, ist es gut für Glaukom.