Glaukom aktuell

Glaukom im Kindesalter

Etwa 4% aller Glaukome treten bereits im Kindesalter auf, in bis zu 70% der Fällen in den ersten sechs Lebensmonaten. Wie beim Erwachsenen sind die pädiatrischen Glaukome meist (in etwa 70%) beidseitig. Auf der Tagung der Vereinigung Bayrischer Augenärzte in München wies Privatdozentin Dr. Isabel Oberacher-Velten von der Universitätsaugenklinik Regensburg darauf hin, dass sich bei angeborenen und frühkindlichen Glaukomen die Besonderheiten vor allem am vorderen Augenabschnitt zeigen wie dem vergrösserten Hornhautdurchmessers, der erhöhten Blendempfindlichkeit und Entwicklungsstörungen des Kammerwinkel, die sich vor allem bei der Gonioskopie sichtbar werden. Das Glaukom des Erwachsenen manifestiert sich hingegen primär an den hinteren Augenabschnitten: in Gestalt der Sehnervenschädigung (Optikusneuropathie). Diagnostische Sicherheit bringt die Augendruckmessung, die bei kleinen Kindern in einer Kurznarkose erfolgt – bei dieser Gelegenheit lässt sich auch der Hornhautdurchmesser gut messen.

Die Therapie ist fast immer operativ. Bewährte Operationsmethoden sind die Trabekulotomie und die Goniotomie. In letzte Zeit kommen auch vermehrt sogenannt Drainage-Implantate zum Einsatz.