Glaukom aktuell

Die nächste Patientenveranstaltung zu neuen Therapien bei Glaukom…

…wird während der Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) in Bonn stattfinden. Wahrscheinlicher Termin: Freitagabend, 28. September.

Genaueres wird hier auf glaukom.de und auf unserer Facebookseite rechtzeitig bekannt gegeben!

 


10 Jahre Bundesverband Glaukom-Selbsthilfe e.V – Glaukomtag am 27. Oktober

Der Bundesverband feiert sein 10jähriges Bestehen – wir alle vom Initiativkreis Glaukom gratulieren herzlich und wissen die tolle Zusammenarbeit sehr zu schätzen.

Am 27. Oktober findet in Dortmund ein Glaukomtag mit einem tollen Programm statt – sehen Sie selbst:

PDF des Programms


Die nächtlichen Blutdruckabfälle sind gefährlich

Dass der Blutdruck eine wichtige Rolle bei der Pathogenese des Glaukoms – oder zumindest: bei zahlreichen Glaukompatienten – spielt, ist seit längerem bekannt. Eine neue Studie aus Südamerika deutet darauf hin, dass es weniger die absoluten und typischerweise tiefen Blutdruckwerte allein sind, die zur glaukomatösen Optikusneuropathie (GON) führen oder zumindest beitragen, sondern dass das Ausmaß des nächtlichen Abfalls, des “Dips”, für den Krankheitswert entscheidend ist. Bei der Untersuchung von 93 Probanden der Maracaibo Aging Studie (MAS), von denen (Durchschnittsalter 62 Jahre, 87% waren Frauen) fast jeder dritte eine glaukomatöse Sehnervenschädigung auf mindestens einem Auge hatte, zeigte sich dass extreme “Dipper” – bei denen der Blutdruck nachts gegenüber den Tageswerten um mehr als 20% abfällt – weit überdurchschnittlich eine GON entwickelten. Die Autoren errechneten einen relativen Risiskofaktor von 5,5 für einen solchen nächtlichen Abfall des diastolischen Blutdrucks, eine GON zu bekommen – und von erstaunlichen 19,8 für eine derartige nächtliche Reduktion des systolischen Blutdrucks (das ist der erste, höhere Wert). Dies bedeutet ein fast 20fach erhöhtes Risiko eines Glaukomschadens für einen Patienten mit derart ausgeprägten nächtlichen Blutdruckabfällen im Vergleich zu Menschen ohne oder mit nur mäßigem nächtlichen “Dip”.

Bemerkenswert: Fast 65% der Teilnehmer hatten bei Arztbesuchen einen erhöhten Blutdruck und fast die Hälfte von ihnen nahm eine antihypertensive Medikation, die ganz offensichtlich nachts eine exzessive Wirkung ausübt.

Melgarejo JD et al. (2018): Glaucomatous Optic Neuropathy Associated with Nocturnal Dip in Blood Pressure. Ophthalmology 125:807-814.